Entkalkungsanlagen

 Wasserenthärtungsanlagen sorgen für weiches Wasser

Es gibt sie in allen denkbaren Größen und Preisklassen und man kann sie heute quasi überall erwerben, nicht zuletzt Dank den neuen Möglichkeiten des Internets. Doch gibt es neben vielen seriösen Herstellern und Händlern, die für den Vertrieb, bzw. Serviceleistungen das Internet entdeckt haben, auch solche, die keine hehren Absichten hegen. Es gilt hier also vorsichtig oder gar misstrauisch zu sein, wenn phänomenale Leistungen für kleines Geld versprochen wird. Insbesondere gilt das für solche Firmen, die Geräte anbieten, welche nach dem Prinzip der „physikalischen Wasseraufbereitung“ arbeiten – lesen Sie dazu auch den Artikel „Wasser entkalken mit Hilfe von Magneten„.

Die Qual der Wahl

Es gibt bei Auswahl, Installation und Inbetriebnahme einer Entkalkungsanlage ein paar wichtige Dinge zu beachten, die je nach Gegebenheiten der Umgebung und Anforderung an die Anlage zu beachten sind – man kann da also einiges falsch machen.

Wir wollen Ihnen auf dieser Seite ein paar Punkte aufzeigen, die es Ihnen leichter machen sollen, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Das kann eine Beratung vor Ort durch einen Fachbetrieb natürlich nicht ersetzen

Tipps für die Planung

    1. Qualität: Wie so oft bei technischen Geräten gilt auch bei Wasseraufbereitungsanlagen, dass billig nicht gleich preiswert ist. Eine Anlage zur Wasserenthärtung, die in die Hauswasserversorgung integriert wird, ist im Dauereinsatz. Geräte aus dem Tiefpreissegment versagen nicht nur in punkto Qualität bezüglich der Wasseraufbereitung sondern auch in bezug auf Lebensdauer und Effizienz. Rechnet man mit einer Standzeit von 20 Jahren, die von einer professionellen Anlage leicht erreicht wird, dann zeigt sich bald, dass billige Anlagen am Ende teurer sind.In diesem Zusammenhang weisen wir außerdem auf die potentielle Gefahr der Bildung von Biofilmen hin. Biofilme sind sehr widerstandsfähige Lebensgemeinschaften von Bakterien, welche die Trinkwasserversorgungssysteme auch und gerade in privaten Hausinstallationen befallen und das Wasser kontaminieren können. Insbesondere die innenliegenden Teile billiger Geräte aus Fernost, welche oft aus Kunststoffen bestehen, sind vom Bakterienbefall betroffen. Näheres dazu finden Sie auf der folgenden Website: wasser-biofilme.de
    1. Planung: Ebenso wichtig wie die Qualität der Anlage ist eine adäquate Planung. Ein Wasserenthärtungssystem muss den Gegebenheiten und Anforderungen individuell angepasst werden. Ein Gerät, das in dem einen Haushal einwandfrei funktioniert, kann u.U. in einer anderen Umgebung zu unbefriedigenden Ergebnissen führen. Wichtige Faktoren für die Dimensionierung und Ausführung einer Wasserenthärtungsanlage sind:
      • der Härtegrad des zu entkalkenden Leitungswassers (beim Wasserversorger oder der örtl. Verwaltung nachfragen)
      • die erforderliche Tagesmenge an entkalktem Wasser
      • die Häufigkeit der Entnahme
      • Anforderungen an die Reinheit des aufbereiteten Wassers
      • ggf. vorhandene Besonderheiten in der vorhandenen Hauswasserinstallation

      Es versteht sich von selbst, dass ein Singlehaushalt weniger Wasser benötigt, als eine Wohngemeinschaft, die aus mehreren Parteien besteht oder gar eine öffentliche Einrichtung, ein Krankenhaus etc. Ebenso hat die Wasserhärte des vom Wasserversorger angelieferten Wassers einen entscheidenen Einfluss auf die Dimensionierung der Anlage. In manchen Fällen gibt es besondere Anforderungen an die Qualität des aufbereiteten Wassers, Krankenhäuser oder Hersteller von Babynahrung müssen hohen Qualitätsstandards entsprechen.

  1. Ausführung: Eine hochwertige und korrekt dimensionierte Anlage wird bei unsachgemäßer Installation kaum ausreichende Ergebnisse erzielen und im schlimmsten Fall dadurch sogar zerstört werden. Es ist also unabdingbar, eine Wasserenthärtungsanlage korrekt zu installieren. Auch wer sich dies selbst zutraut, sollte nicht auf den Rat und ggf. die Unterstützung durch den Fachmann verzichten – am Ende hilft das meist Zeit, Geld und Ärger zu sparen.

Technik der Enthärtungsanlage

Welcher Anlagentyp Verwendung findet, hängt primär von den Anforderungen ab, welche an das System gestellt werden. Meist kommen Geräte zum Einsatz, die nach dem Prinzip des Ionentausches arbeiten. Für den Gebrauch im privaten Haushalt sind diese Anlagen in der Regel ausreichend. Andere Anlagen bedienen sich der Umkehrosmose. Sie liefern die besten Ergebnisse; man findet sie z.B. in der Trinkwasseraufbereitung an Krankenhäusern. Einen Überblick und Informationen zur Funktionsweise können Sie auf der Seite Entkalkungsverfahren erhalten.